Training

 

Möglichst früh sollte damit begonnen werden, den Hund an seine Artgenossen und für ihn ungewöhnliche Umstände zu gewöhnen und spielerisch auf seine späteren Aufgaben vorzubereiten.

 

Anders als bei der Schutzhundeausbildung oder bei den Diensthunden der Polizei kommt es bei der Unterordnung des Rettungshundes nicht auf absoluten Gehorsam, sondern auf das sich Verstehen von Hund und Hundeführer an. Trotzdem sollte sie außerhalb der Rettungshundeausbildung bei einem dafür anerkannten Verein gelernt werden und mit der verkehrssicheren Begleithundeprüfung abschließen.

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Vom Familienhund zum Rettungshund

 

 

  Ziel der Ausbildung ist es, warme menschliche Witterung zu Suchen und durch Verbellen anzuzeigen.

 

 

 

 

 

Ab dem 12. Lebensmonat wird ein Eignungstest abgelegt, in dem eine Beurteilung des Wesens, der nutzbaren Triebe und das Verhalten bei optischen und akustischen Umwelteinflüssen erfolgt.

 

 

Der 1. Schritt in der Rettungshundeausbildung ist die Eigensuche. Dem Anfängerhund muss hierbei der größtmögliche Reiz geschaffen werden, eine Person aufzuspüren. Hierfür eignet sich natürlich seine engste Bezugsperson - das eigene Herrchen, dem der Hund aufgrund seines sozialen Verhaltens folgen möchte. Durch Übergabe des angeleinten Hundes an ein erfahrenes Staffelmitglied und anschließendes Weglaufen und Rufen des Hundes wird somit eine höchstmögliche Motivationsstimmulanz beim Hund erreicht. Je höher diese ist, desto schneller und intensiver lernt der Hund.

                                                                                                                                        

 

 

 

 

Wenn die Eigensuche gefestigt ist, wird dazu übergegangen, erst Staffelmitglieder und später für den Hund fremde Personen zu verstecken.

 

 

Nun muss dem Hund gelernt werden, die von ihm gefundene Personen durch Verbellen anzuzeigen. Um den Hund dafür in eine möglichst hohe Reizlage zu bringen, wird hier die Person in einen Gitterkorb gelegt, der den Hund daran hindert seinen angesprochenen Trieb direkt zu befriedigen, was ihn bei Ausschluss aller möglichen Ersatzhandlungen dazu bringen muss, die darin befindliche Person zu verbellen. Auch die kleinsten Lernerfolge müssen hier zeitgleich und positiv je nach Vorlieben durch Spiel, Fressen oder Beute bestätigt werden

 

 

Verbellen der Vertseckperson

 

Durch laufendes Ändern der Suchumstände, z.B. der Personen und des Geländes wird der Hund an möglichst viele Situationen gewöhnt. Hierbei ist darauf zu achten, dass in der Lernphase immer nur ein Umstand geändert wird, um auf Fehler einwirken zu können. Freudiges Suchen kann nur auf natürlichen Triebkräften eines Hundes aufgebaut werden. Zwang und Druck sind zu vermeiden.

 

 

 

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Nach einjähriger Einsatzerfahrung ist es dem Rettungshundeteam möglich, die Vor- und Hauptprüfung Trümmer abzulegen.

                                                

 

Neben der Suche ist noch die Gerätearbeit sehr wichtig. Diese ist dazu da, den Hund an für ihn ungewohnte Umstände heranzuführen und in seinen Bewegungsabläufen sicher zu machen. Hierbei ist der Hundeführer angehalten, die Grenzen seines Hundes zu erkennen und ihm nicht durch übertriebenen Ehrgeiz die Freude an der Arbeit zu nehmen. Nicht jeder Hund ist für jede Aufgabe gleich gut geeignet.

 

Mit 16 Monaten kann der Hund an der Vorprüfung zur Rettungshundeprüfung Fläche nach der Prüfungsordnung des ASB teilnehmen.

 

Nach Bestehen der Hauptprüfung Fläche ist das Team einsatzfähig. Je nach Veranlagung des Hundes und der Eignung des Führers ist bis hier eine Ausbildungszeit von mindestens 1-2 Jahren nötig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle oben genannten Hauptprüfungen müssen in jedem Kalenderjahr erfolgreich wiederholt werden. Sie gelten nur für das geprüfte Rettungshundeteam. Bei Besitzerwechsel verlieren sie ihre Zulassung als Rettungshundeteam.

 

Jeder Hund ist in der Ausbildung unterschiedlich und der Hundeführer aus diesem Grund gefordert, seine Ideen und Vorschläge in die Arbeit einzubringen.

Auch ein Rettungshund, der alle Prüfungen erfolgreich abgeschlossen hat, ist nie fertig. Er muss durch kontinuierliches Üben auf einem gleichbleibenden Ausbildungsstand gehalten werden. Weiterhin ist es notwendig, ihn durch schwerer werdende Suchumstände ständig weiter zu fordern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufnäher Rettungshunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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