Gute Leistung der Vierbeiner

18 Rettungshundeteams des ASB Nürnberger Land legten am 1. November ihre jährliche Prüfung in Hersbruck ab.

Von der Öffentlichkeit zum großen Teil unbemerkt leisten zurzeit 22 Samariter des ASB Nürnberger Land ihren Dienst vor allem bei der Suche nach vermissten Personen. Seit Widerbestehen des Rettungshundezuges 1995 hat sich die Zahl der geprüften Teams von 5 auf jetzt 16 erhöht. Die Teams stehen rund um die Uhr ehrenamtlich in Einsatzbereitschaft und wurden bisher zu über 60 Einsätzen gerufen. Dabei werden an das Team Hund und Hundeführer hohe theoretische und praktische Anforderungen gestellt. Diese galt es bei der jährlich abzulegenden Prüfung unter Leitung eines Ausbilders der Diensthundestaffel der Bayerischen Polizei unter Beweis zu stellen.

Bereits am frühen Morgen traf sich der Rettungshundezug mit seinen Vierbeinern in einem Waldstück bei Kühnhofen. Bei leichtem Nieselregen wurde als Erstes die Reihenfolge der Prüflinge ausgelost. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bewerter wurden die Versteckpersonen in das durch dichten Bewuchs schwierige Gelände eingebracht. Jetzt ging es in einem 60 Meter breiten Streifen auf die Suche nach der vermeintlich vermissten Person. Hierbei musste der Hundeführer gleichzeitig seinen Hund lenken und die Randpersonen, die als Simulation einer Suchkette rechts und links am Rand des Suchgebietes mit angeleintem Hund mitgingen, einteilen und dirigieren. Fast alle Hunde fanden selbständig in der vorgegeben Zeit die versteckten Personen und zeigten sie durch Verbellen an. Gleich anschließend wurden anhand des vom Prüfer geführten Protokolls die Stärken und Schwächen jedes Rettungshundeteams besprochen und das Prüfungsergebnis bekannt gegeben. Spätestens jetzt fiel sowohl bei Routinierten als auch bei Erstgeprüften die Anspannung ab.

Bei 16 von 18 Teams konnte der Prüfer gratulieren und eine sehr gute bis hervorragende Arbeit bescheinigen. Bei 2 Neulingen wurden die noch bestehenden Schwächen besprochen und auf nächstes Jahr vertröstet.

Die allgemeine Abschlussbesprechung fand in geselliger Runde bei ausgiebigem Mittagessen in Kühnhofen statt. Bei der Gelegenheit wurde dem Rettungshundzug ein hoher Ausbildungsstand der Hunde und ihrer RettungshundeführerInnen bestätigt.
Die Ausgabe der Urkunden, ein Dank an die Ausbilder und die Versteckpersonen rundete den offiziellen Teil ab.

Bis zum nächsten Prüfungstermin im November 2004 stehen nun also 16 geprüfte Rettungshundeteams und Helfer an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zur Suche nach vermissten Personen zur Verfügung. Der Einsatz ist für den Betroffenen kostenlos und kann über die Rettungsleitstelle Tel. 19222 direkt oder über Polizei und Feuerwehr ausgelöst werden.

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